Du hast Dich entschieden und für die Erstellung Deiner Webseite oder Deines neuen Blogs möchtest Du auf WordPress setzen? Dann wirst Du schnell merken, dass ein großer Vorteil von WordPress seine einfache Handhabung ist – und das fängt bereits der berühmten 5 Minuten Installation an. Nicht zufällig hat sich WordPress schnell zu einem der beliebtesten Content Management Systeme entwickelt. Aktuell werden mehr als 39 % aller Webseiten weltweit auf Basis von WordPress betrieben und die lebendige Community sorgt dafür, dass das CMS konstant weiterentwickelt wird und stets neue Themes und Plug-ins auf den Markt kommen. Wie Du schnell zu Deiner eigenen WordPress-Installation kommst, erklären wir Dir in den folgenden Schritten.

Checkliste: Was brauchst Du, um WordPress zu installieren?

Um diese Punkte musst Du Dich kümmern, wenn Du WordPress installieren möchtest:

  • geeigneter Hoster
  • Domain
  • Datenbank
  • FTP-Zugang
  • WordPress Dateien

Die berühmte 5 Minuten WordPress-Installation

Damit die 5 Minuten Installation von WordPress tatsächlich so schnell ablaufen kann, solltest Du einen geeigneten Webserver und die wichtigsten Zugangsdaten zur Hand haben.
Als technische Voraussetzung benötigst Du ein mit WordPress kompatibles Hostingpaket, eine Domain, eine Datenbank und Zugriff per FTP. In den meisten Fällen erhältst Du diese Komponenten bei einem Hostinganbieter. Über den Verwaltungsbereich kannst Du alle benötigten Einstellungen vornehmen und Zugänge anlegen. Auch eine SSL-Verschlüsselung, die zwar rein technisch nicht nötig ist, um die aber seit dem Inkrafttreten der DSGVO 2018 kaum ein Weg vorbei führt, kannst Du hier einrichten oder anfordern.

Bei der Auswahl eines Hosters kannst Du Dich bei einer Vielzahl unterschiedlicher Anbieter orientieren. Die technischen Anforderungen für eine aktuelle WordPress Installation lauten:

  • PHP-Version in der Version 7.4 oder höher
  • MySQL in der Version 5.6 oder höher / Alternativ MariaDB
  • mod_rewrite Modul für Apache / alternativ Nginx
  • HTTPS Unterstützung / ein SSL-Zertifikat

Voraussetzungen für die Installation:

Domain

Bei Deinem Hoster hast Du die Möglichkeit, eine passende Domain auf Verfügbarkeit zu prüfen und auszuwählen. Neben den klassischen länderspezifischen Endung wie „.de“ oder „.at“ stehen individuellere Endungen, wie z. B. „.reisen“ , „.shop“ oder „.jetzt“ zur Verfügung. Wenn Du Deine Auswahl getroffen hast, beziehst Du diese bei Deinem Hoster bei jährlicher oder monatlicher Abrechnung. Ein einmaliger Kauf einer Domain ist nicht möglich.

Datenbank

In einer Datenbank legt WordPress alle Inhalte und Konfigurationen der Installation ab und sie ist die Grundlagen für eine dynamische Webseite. Die meisten Hoster bietet Dir die Möglichkeit, mit wenigen Klicks eine MySQL/MariaDB-Datenbank einzurichten. Dabei solltest Du Dir folgende Parameter notieren:

  • Datenbankname
  • Datenbankadresse
  • Benutzername
  • Passwort (frei wählbar)

FTP-Zugang

Um auf den Speicher Deines Hostings oder Webservers zuzugreifen, benötigst Du einen FTP-Zugang. Mit einem geeigneten Programm, einem FTP-Client, kannst Du Dich mit dem Server verbinden und Daten hoch- oder herunterladen. Als gängige Anwendung dafür hat sich das kostenlose Filezilla etabliert. Die freie Server- und Client-Software steht für Windows, macOS und Linuxsysteme zur Verfügung und kann kostenlos heruntergeladen werden. Neben der Serveradresse trägst Du den Benutzernamen und das Passwort ein und Du kannst Dich mit dem Server verbinden.

WordPress Dateien

Nachdem Du eine Verbindung mit Deinem Server hergestellt hast, kannst Du die Installationsdaten von WordPress hochladen und installieren. Auf der offiziellen Webseite wordpress.org steht die jeweils aktuellste Version zum Download bereit. Neben der deutschen Sprachfassung stehen auch Pakete in anderen Sprachen zur Verfügung. Solltest Du doch nach der Installation doch eine andere Sprache bevorzugen, kannst Du das auch im Nachhinein noch ändern. Nach dem Download entpackst Du die ZIP-Datei in einem gewünschten Ordner auf Deinem Rechner und lädst das komplette Paket in das Stammverzeichnis Deines Webspace.

Nun kannst Du die eigentliche Installation starten!

Wenn Du die vorweg genannten Schritte erledigt hast, kannst Du mit der Installation von WordPress starten. Sobald alle Datei auf dem Server liegen, rufst Du einfach Deine Webseite über den Browser auf.

In wenigen Schritten wirst Du durch die Installation geführt und stellst als Erstes die Verbindung mit Deiner Datenbank her. Hier musst Du die MySQL-Zugangsdaten richtig eintragen, die Du Dir beim Anlegen der Datenbank notiert hast. Alternativ kannst Du diesen Schritt bereits vor dem Upload von WordPress erledigen, indem Du die Datei „wp-config.php“ im Stammverzeichnis bearbeitest. Öffne dazu die PHP-Datei mit einem Codeeditor und trage die Werte für „DB_NAME“, „DB_USER“, „DB_PASSWORD“ und „DB_HOST“ manuell ein. Speichere die Änderung und lade die Datei anschließend per FTP auf Deinen Server.

Im nächsten Schritt legst Du Dein Benutzerkonto für den Administrationsbereich von WordPress an. Neben Deiner E-Mail-Adresse kannst Du Dein Passwort festlegen oder Dir ein starkes Passwort vorschlagen lassen. Du kannst noch den Titel der Seite festlegen und ob Deine Webseite bereits von Suchmaschinen indexiert werden darf. Abschließend klickst Du auf den Button „WordPress installieren“, um die Installation abzuschließen.

Abschluss der Installation

Glückwunsch, Du hast Deine Version von WordPress erfolgreich installiert und kannst Dich jetzt mit den vorher festgelegten Zugangsdaten anmelden. Die manuelle Installation sollte mit dieser Liste kein Problem für Dich darstellen, da die Schritte nachvollziehbar und intuitiv aufgebaut sind.

Abschließend noch folgender Hinweis: Viele Hoster bieten eine einfache 1-Klick-Lösung an, welche WordPress auf Deinem Webspace installiert. Der Hoster stellt Dir dabei ein vorkonfiguriertes Paket zur Verfügung, was auf den ersten Blick komfortabel scheint. Dennoch bist Du darauf angewiesen, dass der Hoster die Einstellungen in Deinem Interesse getroffen hat. Angesichts der wirklich einfachen Installationsroutine sollte es für Dich aber kein Problem darstellen die Installation selbstständig durchzuführen.